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Warum Windows kein Windows ist – Update

6. 10. 2008 · Kategorie: Usability

Update: Folgender Beitrag muss teilweise revidiert werden. In Photoshop CS können Paletten und Bilder hinaus gezogen werden. Bei anderen Programmen, wie z.B. Excel 2007 besteht das Problem weiterhin. Es umständlich zwei Sheets nebeneinander zu platzieren, da das komplette Programmfenster skaliert werden muss. Update Ende

Wikipedia definiert den Begriff Windows wie folgt:

„…Der Begriff Window (Fenster) als Bezeichnung für ein Software-Oberflächenelement geht zurück auf das in den frühen 1970er Jahren im Xerox PARC entwickelte WIMP-Paradigma (Window, Icon, Menu, Pointing-device) für den Aufbau von Benutzerschnittstellen…”

WIMP („Windows“, „Icons“, „Menus“ und „Pointer“) stellt somit die Benutzerschnittstelle dar. Dazu sagt Wikipedia:

„…Windows: Fenster sind meist nebeneinander bzw. sich überlagernd darstellbare Zonen, die Text- und Bilddokumente, Bearbeitungswerkzeuge u. v. a. m. beinhalten können. Manche Fensterarten sind in Größe und Position frei veränderbar, andere wiederum dienen z. B. nur zur Darstellung von Warnhinweis-Dialogen mit fester Größe und Position.”

Betrachtet man „Microsoft Windows” genauer, so bemerkt man, dass sich Microsoft nicht so recht an dieses Paradigma halten möchte….

Abbildung 1 zeigt einen Microsoft Windows Desktop erweitert auf zwei Bildschirmen. Die rechte Hälfte des Bildes zeigt das geöffnete Programm Adobe Photoshop auf den Monitor des Laptops (1280×800 Auflösung). Die linke Hälfte zeigt den Desktop des externen Monitors mit höherer Auflösung.

Desktop erweitert auf zwei Monitoren mit unterschiedlicher Auflösung

(Abbildung 1: Desktop erweitert auf zwei Monitoren mit unterschiedlichen Auflösungen)

Möchte ich nun das Bild-Fenster in Photoshop auf die linke Desktop-Hälfte (Externer Monitor) verschieben (da mehr Platz) und auf der rechten Hälfte meine Photoshop Tools platzieren, so muss ich das gesamte Programm Adobe Photoshop auf die linke Seite skalieren. Abbildung 2 zeigt, dass dieser Vorgang zu Problemen führt.

Verletzung des WIMP Paradigma bei Microsoft Windows

(Abbildung 2: Verletzung des WIMP Paradigma bei Microsoft Windows)

Das Fenster mit dem Bild ist zwar nun auf der linken Desktop-Hälfte platziert, jedoch kann das vollständige Bild nicht in Originalgröße dargestellt werden. Das untere Drittel der linken Desktop-Hälfte bleibt ungenutzt, da das Bild durch das graue Photoshop-Fenster einsperrt wird.Hier zeigt sich das grundsätzliche Windows Fenster-Problem: Ein Programm wie Photoshop stellt ein eigenes Fenster mit grauem Hintergrund dar, das weitere Fenster einschließt. Somit sind geöffnete Dateien/Dokumente immer vom Programm-Fenster eingeschlossen. Photoshop ohne geöffnete Bilder (Fenster) sieht sehr nackt aus: Grauer Hintergrund mit den Photoshop Tools. Dieser graue Hintergrund versperrt den direkten Weg zum Desktop und wirkt sich somit negativ auf den Workflow mit Photoshop aus: Dateien sind nicht durch einfache Klicks zu öffnen. Photoshop muss dazu erst minimiert werden.

Photoshop unter Windows mit grauem Hintergrund

(Abbildung 3: Photoshop unter Windows mit grauem Hintergrund)

Öffnet man ein Bild in Photoshop, wird dies als Fenster dem Photoshop-Fenster untergeordnet dargestellt. Jedoch sind diese in der Position nicht frei, sondern nur im grauen Photoshop-Fenster veränderbar. (siehe Abbildung 2)

Die Positionierung von Fenstern sind bei Microsoft Windows somit abhängig von der Größe des übergeordneten Programm-Fensters. Fenster können somit in Fenstern eingesperrt werden, was für die Nutzer ärgerlich und hinderlich ist.

Betrachtet man Photoshop unter Max OS X (Abbildung 4), so erkennt man, dass Bilder nicht eingesperrt werden, sondern frei positionierbar sind. Sind keine Bilder in Photoshop (unter OS X) geöffnet, so können unter OS X (im Gegensatz zu Windows) Dateien vom Desktop direkt und schnell geöffnet werden. Unter Windows ist dieser nette Workflow aufgrund des grauen Hintergrunds (Abbildung 3) nicht möglich.

Photoshop unter Mac OS X

(Abbildung 4: Photoshop unter Mac OS X – Bild-Fenster sind frei verschiebbar)

Photoshop unter Mac OS X - direkter Zugang zum Desktop

(Abbildung 5: Photoshop unter Mac OS X – direkter Zugang zum Desktop zum Öffnen von Dateien)

P.S: Das Problem “warum Windows kein Windows ist” beschränkt sich natürlich nicht nur auf Adobe Photoshop.


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